Heilendes Bauen


13. Januar 2022 | 12-13 Uhr | Lunch Talk mit Guillaume Habert, Professur für nachhaltiges Bauen, ETH Zürich ︎︎︎Registrierungslink für Zoom




Eine mit Strohballen isolierte Holzkonstruktion, die Platz für 1000 Personen bietet: Das Kulturzentrum in Mazan, Frankreich, von De-So Architects und Gaujard Technologie. © Hervé Abbadie / DE-SO Architects

Die Bauindustrie ist weltweit für 40% des Rohstein-, Kies- und Sandverbrauchs und für 25% des Frischholzverbrauchs verantwortlich. Zudem beansprucht die Bauindustrie jährlich 40% der gesamten Energie sowie 16% des Wassers. Aber diese Konsumspirale können wir verändern. Die bebaute Umwelt könnte nicht mehr nur als Problem sondern auch als Chance erkannt werden.

Ob Gebäude der Umwelt Schaden zutragen oder aber die Natur einbinden und die Lebensqualität in unseren Städten steigern, hängt weniger von mangelnder Technologie als von konkreten menschlichen Entscheidungen ab.

In diesem Lunch Talk stellt Guillaume Habert anhand ausgewählter visionärer Bauprojekte verschiedene Prinzipien vor, wie Gebäude und gebaute Infrastruktur Kohlenstoffemissionen speichern können, als Lager von Materialien genutzt werden können, oder die Luftqualität sogar verbessern, statt sie zu vermindern.



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Guillaume Habert
Guillaume Habert ist ausserordentlicher Professor für nachhaltiges Bauen an der ETH Zürich. Er leitet eine Gruppe von Wissenschaftler:innen, Ingenieur:innen und Architekt:innen, deren Ziel es ist, Nachhaltigkeit in den Disziplinen der gebauten Umwelt zu verankern. Dies beinhaltet interdisziplinäre Arbeiten und stützt sich auf Lebenszyklusanalysen, städtischen Stoffwechsel und Materialwissenschaften.

Die jüngsten Arbeiten der Gruppe konzentrieren sich insbesondere auf die Verwendung von Aushubmaterialien zur Entwicklung zirkulärer und klimaneutraler Baumaterialien sowie auf die Quantifizierung der regenerativen Potenziale, die sich aus dem verstärkten Einsatz biobasierter Materialien im Bausektor ergeben.︎︎︎